A fucking privilege: Coldplay in Köln!

Montag, 19. Dezember 2011 13:00

Am 15. Dezember schauten Coldplay zur Freude von uns Fans in der Lanxess Arena Köln vorbei. Aber wir waren nicht die einzigen, die sich freuten: “Germany is so beautiful in December”, schwärmte ein schweißtropfender Chris Martin nach einigen Liedern, “it’s a fucking privilege to come here and play for you.”

Also eine win-win situation! Das war dem Publikum allerspätestens zu Konzertbeginn klar. Die mysteriösen Xylobands, die am Eingang verteilt und ums Handgelenk gebunden wurden, offenbarten ihren Zweck gleich zu Beginn, als die vier englischen Superstars im Dunkeln die Bühne betraten: Zum ersten Akkord leuchteteten – per Funk gesteuert – alle Bänder (über 16.000 Stück) in der Arena auf und die ersten Schlachtenbummler jubelten sich ins Delirium.
Die Ekstase kannte also bereits zu Beginn des ersten Songs “Hurts Like Heaven” keine Grenzen – und ließ auch in den folgenden 90 Minuten nicht nach. Beim zweiten Song (“Yellow”) fielen riesige, bunte, konfettigefüllte Ballons von der Decke. Beim dritten Song (“In My Place”) wurde der Arenaboden fingerdick mit bunt wirbelndem Konfetti bedeckt.

Über die Hälfte der Setlist setzten Coldplay aus ihren neusten beiden Alben Mylo Xyloto und Viva La Vida zusammen, aber auch Klassiker durften nicht fehlen! Sei es “Shiver” in einer überwältigend simplen und schönen Darbietung auf einer kleinen Sonderbühne oder “God Put A Smile Upon Your Face” in einer im wahrsten Sinne des Wortes aufgemotzten Hardrock-Version, an deren Ende der hyperaktive Souverän Chris Martin seine E-Gitarre meterweit durch die Luft schleuderte und die Band den Aufprall des Saiteninstruments mit einem krachenden Schlussakkord bedachte.

Von Highlights zu sprechen ist bei einem Coldplay-Konzert leicht verfehlt – besteht die anderthalbstündige Meistershow doch ausschließlich aus Höhepunkten: Traditionellen, obligatorischen (“The Scientist”, “Fix You”), sowie neuen (“Viva la Vida”, “Paradise”), die nie mehr fehlen dürfen.

Nach einer unheimlich lauten, beeindruckend energiereichen und bewundernswert erstklassigen Show, in der aber auch leise Töne nicht zu kurz kamen (“Us Against The World”, “White Christmas”), müssen nun einige Kritiker und Experten ihr Bild von Coldplay etwas überdenken:
Rockig und schweißtreibend wie nie mit “phätten” Beats und Spotlight-Gitarrensolos zerhacken die Ausnahmemusiker mehr und mehr das Bild vom Stadionkuschelrock mit feinen Melodien, der bisher ihr Treiben dominiert hatte. Nicht, weil sie das nicht mehr können (sie beherrschen es immer noch so gut wie vielleicht keine andere Band der Welt) – sondern weil sie mittlerweile viel mehr als das können!

Thema: Musik, tipp | Kommentare (2)

Frieden kommt nicht aus der Steckdose

Mittwoch, 16. November 2011 18:19

Bei der von der HHU präsentierten Veranstaltungsreihe „Mein Europa“ gelingt Martin Schulz ein spektakulärer Vortrag

Ein Ausruf zu Beginn ruft Erstaunen im Zuschauerraum hervor: „Wir haben keine Euro-Krise!“ Nein, die Währung ist stabil wie kaum eine andere auf der Welt, die schlimmsten Hiobsbotschaften konnten der Euro-Stärke nichts anhaben. „Was wir haben, ist eine Krise derjeniger, die die Währung managen!“

Um dieses Argument zu unterstützen, zerreißt Martin Schulz, zukünftiger Präsident des Europäischen Parlaments, an diesem Donnerstagabend in Düsseldorf plakativ die Regierungschefs einiger der wichtigsten Euro-Länder:

Merkel sitzt mit dem Bewusstsein am europäischen Konferenztisch, dass bei einer Ablehnung der Euro-Politik durch die FDP das Ende der Bundesregierung besiegelt wäre. Sarkozy liegt in Meinungsumfragen bei 39% der Franzosen in der Gunst, sein Herausforderer bei 61% (Schulz: „Das freut mich persönlich sehr!“). In Italien hat jahrelang eine zusammengekaufte Mehrheit nichts anderes getan, als ihren Regierungschef vor der Strafverfolgung zu schützen. In Holland existiert eine Minderheitsregierung, die von dem Faschisten Geert Wilders toleriert wird – dessen primäres Ziel: Abschaffung der EU. Und Belgien hat seit 17 Monaten keine Regierung und streitet sich darüber, ob es sich in zwei Staaten zerlegen soll, die beide nicht einmal die geringste ökonomische Überlebenschance hätten.

Schulz‘ Redestil ist keine Nadelspitzenrhetorik: Immer und immer wieder zieht er mit entwaffnender Ehrlichkeit und purer Konfrontationslust dem Zuschauer einen Holzhammer über den Schädel – mit der Hoffnung, es möge sich ein heilsamer Schockzustand einstellen. Man kennt dieses Publikumserlebnis auch als Volker-Pispers-Effekt: Die schonungslose Aufdeckung von Mängeln offenbart so absurde Zusammenhänge, dass man eigentlich laut lachen will. Doch das Bewusstsein, dass das Gesagte der Wahrheit entspricht, setzt einem einen dicken Klos in den Hals und hindert jegliches Kichern am Enteilen.

Gegen die kenntnis- und zahlenreichen Ausführungen von Martin Schulz ist kein Kraut des Widerspruchs gewachsen, der Mann hat einfach Recht. Das will man jedenfalls glauben, wenn man ihn live erlebt. Leidenschaftlich kämpft er für „sein Europa“: Ein Europa des Friedens, der Gerechtigkeit, der Solidarität – und vor allem des Respekts. Emotional argumentiert er, als helfe es ihm, jeden einzelnen Anwesenden im Saal zu überzeugen. „Dieser Wiener Kongress, der in Brüssel hinter verschlossenen Türen tagt und nachher den erstaunten Untertanen mitteilt, dass er sich wieder nicht geeinigt hat – das kann doch keine europäische Regierung sein!“

Dass man dringend eine funktionstüchtige Leitung braucht, ist evident. Denn: „Wir haben die Wahl, uns zum Euro zu bekennen und an unsere gemeinsame Kraft zu glauben – oder an politischer Uneinigkeit zu zerbrechen und als Einzelteile irrelevant in der Welt unterzugehen.“ 92 Prozent der Weltbevölkerung, erinnert Schulz, leben nicht in Europa – doch die Kontinentbewohner benehmen sich, als sei es genau umgekehrt. Spöttisch zerreißt er im Vorübergehen Lettland, die gnädigerweise der Weltmacht China eine strategische Partnerschaft angeboten hätten.

Er reist durch die Welt, um Europa anzupreisen. Und er reist durch Europa, um die Menschen zu warnen: „Das europäische Projekt kann scheitern! Die Kräfte, die den Euro zerstören wollen, die sind da!“ Kurz skizziert er den Fall des Falles: Deutschland, mit Abstand stärkste Wirtschafts- und Exportmacht in Europa, würde eine dramatische Aufwertung der eigenen Währung erleben, deutsche Produkte würden zu teuer und kämen nicht mehr im europäischen Binnenmarkt an – 35 Prozent des Bruttoinlandsprodukts würden vor die Hunde gehen. „Deshalb ist das Risiko der aktuellen Rettungspolitik berechtigt.“ Allerdings nicht – Seitenhieb auf Merkel – ,alternativlos‘: Alternativen gebe es immer, so der SPD-Politiker. Die Aufgaben der Bundesregierung sei nicht, arrogant zu behaupten es gebe keinen anderen Weg – sondern verschiedene Wege aufzuzeigen und zu begründen, warum man den eingeschlagenen ausgewählt hat.
Die europäische Politik habe den Menschen viele Jahrzehnte Frieden und Wohlstand gebracht – für seine Kinder, so Schulz, sei Adolf Hitler ungefähr so entfernt wie für ihn Friedrich der Große. „Doch da liegt die Gefahr: Frieden kommt nicht aus der Steckdose wie Strom“, es gebe keine Garantie, dass es künftig friedlich bleibe.

„Wir brauchen ein europäisches Wahlrecht, wir brauchen europäische Ratingagenturen, wir brauchen Regierungschefs, die hinter Europa stehen und gemeinsam regieren.“ Sein Konzept sei hochkontrovers, gibt er zu. „Ich bin vorlaut, schieße manchmal übers Ziel hinaus – und einige Leute sagen zurecht ,der hat sie doch nicht mehr alle.‘“
Aber: Er ist überzeugt, bereit, voller Tatendrang. Martin Schulz glaubt an Europa, hat eine Ideologie – und das ist selten genug in diesen Zeiten. Hört den Mann an.

Thema: Europa, Medien, Politik | Kommentare (0)

Tod durch Erpressung: Die europäische Demokratie

Donnerstag, 3. November 2011 18:27

“Bundeskanzlerin Angela Merkel hat (…) von den EU-Staaten (…) mehr Demokratie verlangt.” “Frankreichs Präsident Sarkozy (…), der ‘Kämpfer für die Demokratie’ aus dem Élysée-Palast.”

Für alle westeuropäischen Politiker ist es stets schick, groß und pathetisch die Demokratie anzupreisen. Die Demokratie, also z.B. Volkssouveränität und politische Mitbestimmung der Bürger. Auf uralten und ehrwürdigen Prinzipien basierend ist sie die vielleicht höchste und erstrebenswerteste Staatsform.

Die Europäer leben zum größten Teil in Demokratien, und das ist auch gut so. Sie können ihrem politischen System vertrauen und darauf setzen, dass durch die Mehrheit der Bürger bemächtigte Volksvertreter im Sinne ihrer Wähler handeln.
Und wer hat’s erfunden? Die Griechen.

Hinter diesem Hintergrund ist es unfassbar, was derzeit rund um die Euro-/Finanz-/Wirtschafts-/Schulden-Krise geschieht. Eine bürokratische Monsterinstitution, die Europäische Union, präsentiert sich mit Billionen von Euro, ständigen Krisensitzungen und markigen Sprüchen als problemlösende Instanz. Dabei ist sie selbst ein sehr großer Teil des Problems.

Denn “das europäische Volk”, das in der Union vertreten werden soll, gibt es nicht; zu unterschiedlich sind Kultur, Sprache und Identität der einzelnen Mitgliedsstaaten. Die Europawahlen haben zudem wegen geringer Wahlbeteiligung ein Legitmationsproblem – dabei lässt sich mit diesen Abstimmungen sowieso nur die Zusammensetzung eines schwachen Parlaments beeinflussen.

Die demokratischen Staaten geben zunehmend Souveränität ab an ein nur bedingt demokratisches Gefüge.
Die Europäische Union steckt in einer Systemkrise.
Doch ist der Ruf erst runiniert…
Die sonst zaudernde EU hat Griechenland unter strengen Auflagen Unmengen von Geld versprochen. Strenge Auflagen, welche die Mehrheit des griechischen Volks auf Jahre hin einschränken und regulieren werden… Aber immerhin gehen die Zahlungen mit einem Schuldenschnitt und dem nett gemeinten Hinweis einher, dass bei Nichtakzeptanz des Rettungspakets dem gesamten Staat der Untergang drohe.

Und was macht der sonst zaudernde Premierminister Papandreou? Der will seine Bürger fragen. Volksabstimmung, direkte Demokratie und so. Ein Aufschrei geht durch Europa. Was, wenn die Griechen das Rettungspaket ablehnten? Man betrachtet mit Sorge wütende Demonstranten, die um ihre Zukunft fürchten, und spricht ihnen die Entscheidungskompetenz ab. Bloß nicht das Volk mitentscheiden lassen!

Nach einer kurzen Schockstarre überschlagen sich dann die Ereignisse: Wir lassen uns den Euro nicht von einem Bürgerentscheid kaputt machen, wettern Sarkozy und Merkel, die Kämpfer für Demokratie. Und sie halten die demokratiedefizitäre Europäische Union dazu an, alle Zahlungen an Griechenland sofort zu stoppen.

Ob sich Griechenland mit oder ohne Rettungsschirm und Schuldenschnitt retten lassen und welche Auswirkungen das Schicksal der Hellenen auf den Rest Europas haben wird, ist bis heute noch völlig unklar. Doch wollen es die starken Anführer in Europa (durchaus verständlicherweise) nicht darauf ankommen lassen.
Was sie allerdings mit dem Zahlungsstopp an das überklamme Griechenland tun, ist reine Erpressung. ‘Pack deine Demokratie wieder ein, Papandreou, hier muss rasch gehandelt werden!’, so scheint die Botschaft.

Papandreou passt sich dem Überweisungsträger an und erstarrt. Dann wankt er. Schließlich gibt er nach. Direkte Bürgerbeteiligung abgesagt, die Drohung Europas ist im Ursprungsland der Demokratie angekommen und hat seine Wirkung nicht verfehlt.

Der 3. November 2011 wird vielleicht als Tag des mutigen Aktionismus in die Geschichte eingehen, der Griechen- und Euroland vom Abgrund weggezerrt hat. Oder als Anfang vom Ende der europäischen Demokratie.

Thema: Politik | Kommentare (0)

Manni und die grölende Meute

Mittwoch, 2. November 2011 12:13

Bier ist in der Luft. Mit jedem Atemzug, den man im Flingener Kult(ur)schuppen zakk unternimmt, ist der Gerstensaft allgegenwärtig. Doch wen wundert`s, denn schließlich geht es heute Abend um Fußball. Bier und Fußball – zu viel Klischee? Zu viel Klischee geht nicht. Nicht, wenn sich die Menschen zusammenfinden, um Manni zu erleben.

Manni Breuckmann, lebende Fußballlegende, Reporter-Ikone, Schutzpatron der Fans von Fußball und Fußballkultur, hat sich an diesem Mittwochabend mit dem Autoren Ben Redlings für einen „fröhlichen Fußallabend“ zusammengetan.

Auf dem Ankündigungsfoto des zakk drückt sich Redelings hinter Mannis Sakko-Schultern im Hintergrund, und so ist auch auf der Bühne an diesem Abend die Rangordnung klar vorgegeben. Redelings verhaspelt einige seine Anekdoten, wirkt unsicher und klammert sich ein wenig zu sehr und zu offensichtlich an der Promotion seiner geschriebenen Werke fest.
Auf der Gegenseite braucht es nur ein Wort von Manni, um den Saal in grölendes Gelächter ausbrechen zu lassen – und spätestens als er in bester Rockstar-Manier seinen leider völlig in Vergessenheit geratenen Hit „I‘m Your Radio“ singt, hat Redelings das ungleiche Duell an diesem Abend verloren.

Souverän vergnügt der 60-Jährige sich und sein Publikum in bester Comedian-Manier, versetzt die Zuschauer mit jedem Kommentar in Begeisterung.
Das liegt nicht zuletzt daran, dass ein Wort von Manni jeden der jungen wie alten, sportlichen wie bierbauchigen Männern und Frauen in ihre Kindheit versetzt. Sie alle saßen samstags zitternd vor dem Radio und lauschten, wie Manni und seine Kollegen auf WDR2 die Bundesliga kommentierten. Diese unverkennbare Stimme, die Manni-Stimme: Immer ein bisschen höher als normal, immer recht aufgeregt, immer mit klarer Ruhrgebiets-Verortung.
Man glaubt ihn zu kennen, schließlich hat man Stunden seines Lebens mit Manni verbracht. Doch scheinbar fühlte er sich beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk etwas eingezwängt – denn hier auf der Bühne genießt er es offensichtlich, die Sau rauszulassen. Er zügelt seine ruhrgebietlerische Zunge nicht, flucht, pöbelt scherzhaft, geht auf Konfrontation.

Zu Beginn herrscht er das Publikum an: „Der Erste, bei dem ein Handy klingelt, kriegt ‘ne Dauerkarte vom 1. FC Köln!“, den ohnehin verunsicherten Redelings pariert er, nachdem Redelings ihn vorstellen sollte, trocken mit „Schleimer“.
Der Running Gag des Abends: „Jetzt müssen wir aber auch mal was zur Fortuna sagen.“ Und wenn man schon denkt, da kommt nichts mehr, lässt er sich doch noch zu einer Äußerung bewegen: „Ich habe mal gesagt ,Holt die Antidepressiva raus, Fortuna Düsseldorf spielt!‘“ Es sei Jahrzehnte lang auch furchtbar gewesen, Düsseldorfer Spiele zu kommentieren – aber im Moment ist er höchst beeindruckt von den Rot-Weißen: „Ich glaube sogar fast, dass die das nicht mehr vergeigen werden mit dem Aufstieg!“

Nach jedem Kapitel, jeder Anekdote oder spöttischem Kommentar grinst Manni schelmisch und gönnt sich einen Schluck von seinem Weizenbier. Alkoholfrei, wie er später einräumt – „auf der Bühne wird nich‘ gesoffen“.
Rasant und kurzweilig sind die „Zweimal 45 Minuten“ der beiden – sie kalauern sich von einem selbst verfassten Textstück zum nächsten witzigen Spielerzitat oder lassen die beseelte Menge förmlich am Boden liegen vor Lachen, wenn sie im nüchternen Wechselspiel einen im Original von Berti Vogts ausgefüllten Fragebogen der FAZ vortragen („Lieblingsschauspieler? ,Diverse.‘ Lieblingsautor? ,Unbekannte Autoren.‘“)

In der Halbzeitpause und nach Schlusspfiff der Lesung signieren die Protagonisten frisch erstandene Ausgaben ihrer literarischen Ergüsse. Manni kritzelt „Für (Name), Tooor!! Manni Breuckmann“. Und auch wenn man seinen Fuß nach draußen in die Nebelschwaden von dutzenden hastig entflammten Zigaretten der Fußball-Fanatiker setzt, hat man noch seine Stimme im Kopf. Legendäre Torschreie eines großartigen Kommentators, der auf seine fast alten Jahre ein großartiger Entertainer geworden ist.

Thema: Journalismus, Medien, Musik, Sport | Kommentare (0)

Nur meine Meinung: Das Ende ist nah

Freitag, 29. Juli 2011 9:32

Am 21.12.2012 endet der Maya-Kalender – und seit Jahren warten Verschwörungstheoretiker, Astrologen und Sekten zu diesem Datum auf das Ende der Welt. Blödsinn, natürlich. Doch wie lang haben wir noch?

Wir leben in einer Welt, deren Entwicklung sich stetig rasant beschleunigt. Die Ereignisse überschlagen sich, die Extrema übertreffen sich, die Welt gerät aus den Fugen. Sie gerät aus den Fugen? Nein, sie ist es schon längst!
Beispiellos dreht sich die Gewaltspirale und fallen ganze Staaten wie Dominos im “Arabischen Frühling”.
In Afrika verhungern zwar schon immer Kinder, aber scheinbar geht es jetzt auf den Endspurt zu im Wettrennen zwischen Humanität, Ignoranz und Geiz.
In einem der wichtigsten Ländern der Erde streiten sich zwei Parteien so verbittert, dass sie lieber mit dem gesamten Land in der Zahlungsunfähigkeit untergehen als einen Kompromiss ausmachen würden.
Auch in Deutschland streiten sich zwei Parteien verbittert, doch befinden die sich in einer Regierungskoalition und vergessen über all die Querelen das Regieren – worüber man wahrscheinlich auch noch irgendwie froh sein muss.
Und in einem der friedfertigsten Ländern der Welt ist auf einmal eins der widerlichsten Attentate möglich, dass jemals verübt wurde.

Leute, wir stehen am Abgrund. Es wird einfach alles zu viel! Sehenden Auges und mit wehenden Fahnen rennen die Menschen ins Chaos.
Mit den flatternden Bannern wehren sich die einen gegen ein Gebäude für Schienenfahrzeuge, als ginge es um den Sturz eines Diktators. Die nächsten bescheißen, wo es geht, um die harte Währung Europas zu erlangen – und machen sie damit weich wie Nutella im Backofen. Und die anderen treffen sich regelmäßig, um über Temperaturen, Meeresspiegel und Gasausstöße zu diskutieren – nur um nachher ein Dokument zu unterschreiben, in dem sie das Problem der Klimaerwärmung anerkennen, na immerhin.
Doch keiner unternimmt etwas. Die erste Hälfte des Jahres war mit die trockenste und wärmste aller Zeiten, dafür haben wir im Sommer Novemberwetter. Aber das ist Jammern auf hohem Niveau. In Afrika wird alles noch dürrer, in Australien standen Flächen so groß wie Länder unter Wasser, in den USA wüten abwechselnd Wirbelstürme, Hitzeperioden und im Winter beispiellose Schneegestöber. Und ach ja, in Japan war ja auch noch was.

Man ist versucht zu fragen, wie lange das eigentlich noch gut gehen soll. Doch wieso eigentlich “noch”? Es läuft doch nichts mehr gut! Gut, wir laufen jeden Morgen in unsere gleiche Routine hinein – aber wir können das Schicksal doch auch gar nicht mehr aufhalten.

Wann stürzt Europa in die richtige große Krise? Wann versinken die ersten großen Inselstaaten im Meer? Wann ist Afrika lebensleer, aber dafür voll mit ausgemergelten Leichen? Wann begehen brave Bürger die ersten S21-Morde? Wann gibt es den ersten wahren Super-GAU? Wann greift der Iran die Welt an? Wann greift die USA den Iran an?

Der 21. Dezember 2012 hat noch knapp 17 Monate Zeit. Vielleicht können wir froh sein, wenn wir das Ende der Welt an diesem Tag überhaupt noch miterleben…

Thema: Politik | Kommentare (0)

Antwort von der Mercator-Halle

Donnerstag, 14. Juli 2011 14:02

Soeben erhalten! Humorlos und teilweise vorgefertigt, aber immerhin eine flotte und scheinbar kompetente Reaktion.

“Sehr geehrter Herr Henrichs,

 

wir danken Ihnen für Ihre Nachricht und Ihre Anmerkungen zum Konzert von Chick Corea am vergangenen Montag in unserem Hause.

 

Wir sind immer interessiert zu erfahren, wie die Gäste der Mercatorhalle die Umsetzung der jeweiligen besuchten Veranstaltung bei uns im Hause wahrgenommen haben. Solche konstruktive Kritik nehmen wir gerne an und sehen sie als Möglichkeit uns ständig zu verbessern und unseren Kunden ein noch höheres Leistungs- und Serviceniveau zu bieten.

 

Wir bedauern zu hören, dass die Umsetzung der Lichttechnik während des Konzertes am 08. Juli aus Ihrer Sicht kritik- und verbesserungswürdig war. Leider lagen diese Einstellungen jedoch nicht in der Hand der Mitarbeiter der Mercatorhalle, da sowohl das Set up als auch sämtliche technische Einstellungen während des Konzertes von den Mitarbeitern der Tourproduktion selbst vorgenommen wurden. Daher hatten wir leider keine Möglichkeit, auf die von Ihnen beanstandeten Punkte einzuwirken.

 

Gerne leiten wir Ihre Email an den Veranstalter, die Stiftung Klavier-Festival Ruhr, weiter, die wiederum in Kontakt mit den Mitarbeitern der Tourproduktion steht.

 

Wir hoffen, es hat Ihnen dennoch bei uns in der Mercatorhalle gefallen und würden uns freuen, Sie bald wieder einmal

bei uns in Duisburg begrüßen zu dürfen.

 

 

 

Mit besten Grüßen”

 

Thema: Medien, Musik, Theater | Kommentare (0)

Bewerbung als Lichttechniker in der Mercator-Halle Duisburg

Donnerstag, 14. Juli 2011 8:38

Hallo zusammen,

nachdem ich mich am Montagabend bei einem Konzert in der Duisburger Mercator-Halle etwas über die Lichttechnik geärgert habe, beschloss ich eine vorbildliche Beschwerdetaktik: Mal ganz konstruktiv! Lest hier meine Bewerbung um eine Stelle bei der Lichttechnik mit Aufzählung meiner kompetenten Alleinstellungsmerkmale.

 

Düsseldorf, 14. Juli 2011

Bewerbung als Lichttechniker in Ihrem Haus

Sehr geehrte Damen und Herren,

am vergangenen Montagabend war ich zu Gast in Ihrem vorzüglichen Konzerthaus „Mercator-Halle“. Das Konzert von Chick Corea, Stanley Clarke und weiteren Jazzgrößen war ein außerordentlicher Genuss und ich schätze mich glücklich, diese Könner live gesehen zu haben.

Ich freue mich aber um so mehr, dass ich Ihnen in der Zukunft auch etwas zurückgeben kann, da ich Sie mit meinem Können ebenfalls beglücken könnte. Es ist nämlich evident, dass Sie händeringend auf der Suche nach einem fähigen Lichttechniker sind!

Seit der siebten Klasse war ich in meinem Gymnasium in der schönen Stadt Lüdenscheid aktiv an Veranstaltungen jeglicher Art als Lichttechniker beteiligt. Ob Theater AG, Tanzgruppen oder das junge Orchester unserer Schule – ich habe für sie das Licht angemacht! Während der Oberstufe war ich sogar Leiter der Lichttechnik AG. Das war sehr praktisch, denn ich konnte den Aufbau delegieren, weil ich selbst nämlich überhaupt keine Ahnung von Technik habe, und konnte währenddessen am Lichtpult sitzen bleiben und die wirklich wichtigen Dinge erledigen.

Seien Sie versichert, dass Sie mit mir die richtige Wahl treffen – denn im Gegensatz zu Ihrem Lichttechniker am Montag weise ich folgende Kompetenzen auf:
1. Ich lasse keine voll aufgedrehten Scheinwerfer auf Augenhöhe von der Bühne ins Publikum strahlen (habe gehört, dass das blenden soll).
2. Ich brauche nicht zwanzig Minuten, um den Gitarristen ebenso wie seine musikalischen Mitstreiter mit einem Spot aus dem Dunkeln zu holen.
3. Ich bin flexibel mit meinen Spots: Wenn der Bassist in den Schatten tritt, folge ich ihm mit dem Licht!
4. Ich lasse während des Konzerts nicht das Saallicht an, und vor allem lasse ich es nicht im Takt mitflackern – so fetzig das Lied auch gerade sein mag!
5. Ich erkenne, wann ein Lied vorbei ist und schalte nicht schon vorher auf weißes Applauslicht, nur um danach hektisch wieder die Konzertbeleuchtung zu aktivieren.
6. Ich weiß, dass ein reihengeschalteter Discoeffekt an den Oberlichtern über der Bühne „sowas von lahm“ ist – das habe ich schon in der siebten Klasse gelernt!
7. Ich mache keinen Effekt-Overkill und beleuchte nur die relevanten Akteure und Stellen auf der Bühne. Eine Beleuchtung der nichtbeteiligten Bühnenseiten, wie am Montag erfolgt, findet bei mir nicht statt.

Wie Sie sehen, bin ich also eindeutig höher qualifiziert einzuschätzen als Ihr Lichttechniker. Sollten Sie ihm allerdings trotz allem noch einmal eine Chance geben wollen, seien Sie doch so nett und leiten Sie mein fundiertes Wissen an ihn weiter.

Mit Hoffnung auf eine baldige und wohlwollende Rückmeldung verbleibe ich mit freundlichen Grüßen
- Christoph Henrichs

Thema: Musik, Theater | Kommentare (3)

Der Kirchentag 2011: Spiritualität in (Über)Fülle

Donnerstag, 9. Juni 2011 11:36

Freitagmorgen, 5.20 Uhr. Vor meinem Kumpel und mir in der Schlange: 50 Menschen. Wo wollen wir hin? Hoch! Und zwar auf die Kuppel der Dresdner Frauenkirche, die imposante und geschichtsträchtige Kathedrale im Herzen der ostdeutschen Innenstadt.

Dass dort um sechs Uhr über den Dächern Dresdens eine Morgenandacht gehalten wird, hat sich bei den Teilnehmern des evangelischen Kirchentags schnell herumgesprochen – und sie kommen, wortwörtlich in aller Herrgottsfrühe, in Scharen.
Nur die ersten sechzig Kirchentagsteilnehmer passen auf die Kuppel – der Rest muss mit dem normalen, ebenerdigen Kirchenschiff Vorlieb nehmen.

Das Motto der diesjährigen Jubel-, Musik- und Betveranstaltung der evangelischen Kirche lautete „…da wird auch dein Herz sein“. Und da, wo der Kirchentag seine Veranstaltungen geplant hatte, da waren auch die Menschenmassen! Es ist überliefert, dass enttäuschte Teilnehmer, die am Freitagmorgen nicht unter den glücklichen ersten Sechzig an der Frauenkirche waren, Samstagnacht kurzerhand vor dem Gotteshaus übernachteten. Und das für eine Morgenandacht! Die spinnen, die Protestanten.

Freitagnachmittag, 17.30 Uhr. In einer Stunde soll das Vorprogramm der A Capella Gruppe Wise Guys beginnen, die fünf Kölner Jungs betreten allerdings erst um 20 Uhr die Bühne.
Nichtsdestotrotz drängen sich bereits jetzt Zehntausende vor dem Dynamo-Stadion – und wer sich nicht aktiv anstellt, muss mit dem Public Viewing auf der Wiese nebenan Vorlieb nehmen.
Überflüssig zu erwähnen, dass auch die Wiese sehr bald wegen Überfüllung geschlossen werden muss… Der Kirchentag: Nichts für Klaustrophobiker!

Donnerstagmittag, 14 Uhr. Ein Helfer mit dem charakteristischen pinken Schal hält erschöpft ein Schild hoch: „Halle überfüllt“. Da sind wohl noch ein paar andere Teilnehmer auf die Idee gekommen, sich Margot Käßmann und Bundeswehr-Generäle beim Streiten zuzusehen. Die Podiumsdiskussion „Schaffen militärische Interventionen Frieden?“ wird auf den Innenhof der Halle übertragen, wo weitere hunderte Gläubige auf dem harten Steinboden sitzen und andächtig zuhören. Zwischendurch dröhnen immer wieder Durchhalteparolen des Moderators durch die Lautsprecher: Die Menschen draußen hätten es viel besser, drinnen sei es voll und stickig!

Der Kirchentag: Himmel und Menschen – und die Menschen sind alle dem Himmel etwas näher. Denn trotz stressigen Gewimmels, trotz überfüllten Hallen, trotz Bullenhitze in praller Sonne waren diese fünf Tage auch wieder voll gepackt mit interessanten Begegnungen, vielen netten Menschen, tollen musikalischen Shows und vernünftigen, modernen Aussagen und Gedanken zu Kirche und Glauben.


Als Quartierbetreuer war ich Teil einer Gruppe, die eine Schule für 450 Helfer herrichtete, morgens Frühstück servierte und den Rest des Tages Lieferungen annahm und Ausweise kontrollierte. Dabei wurde erneut die goldene Regel von Massen-Events bestätigt: Großveranstaltungen sind geil – Kirchen- und Katholikentage sind geiler. Die Menschen sind freundlich, fröhlich und interessiert, die Veranstaltungen zahlreich und interessant – ein großes Zusammengehörigkeitsgefühl entwickelt sich sehr bald. Und das, obwohl ich Katholik bin!

Der nächste Katholikentag wird 2012 in Mannheim stattfinden, die Protestanten treffen sich ein Jahr später wieder in Hamburg. Auch da kann man sich wieder auf spirituelle Anstöße, großartige Künstler und viele sympathische Bekanntschaften freuen – und auf jede Menge Menschen. Ich freu mich schon!

Thema: Allgemein | Kommentare (0)

Campus Delicti: Die Sache mit den Experten

Donnerstag, 19. Mai 2011 9:09

Ab heute in der Campus Delicti:

Alle Jahre wieder: Schlechte Prognosen und unwissende Experten
Aber ein blindes Huhn trinkt auch mal ein Korn. Das war der ESC.

„Ich hab‘s euch doch gesagt“, ätzt der junge Mann wichtigtuerisch in Richtung von Eldar und Nikki auf dem Siegerpodium. Er erinnert an die Pressekonferenz nach der ersten Probe mit den nun überglücklichen aserbaidschanischen Siegern des Eurovision Song Contest 2011. In dieser Pressekonferenz, so der Nachwuchsjournalist, habe er ihnen nämlich ins Gesicht gesagt, dass sie den Gesamtsieg erringen könnten.
Ich bin dieser Nachwuchsjournalist. Ich fand den aserbaidschanischen Song von Anfang an stark, das will ich hier einmal betonen.
Vielleicht sollte ich allerdings besser unerwähnt lassen, dass ich mich beim Vorhersagen des Rankings bei über der Hälfte der Länder um mindestens fünf Plätze verschätzt habe. Aber da bin ich nicht der einzige, denn es war ein sehr überraschender ESC und viele vorher als Favoriten deklarierte Sänger haben traurige Niederlagen einstecken müssen.

Diese Erkenntnis setzte am Samstagabend sehr bald bei allen selbst- und fremdernannten Experten im schicken Pressezentrum neben der Arena ein. Da hatte einer 40 Euro darauf gewettet, dass Großbritannien unter die ersten Drei kommt – er konnte ja nicht ahnen, dass die Boys von Blue mit gehörigem Nervenflattern auf die Bühne gehen und konsequent alle möglichen und unmöglichen Töne versemmeln würden. Am Ende wurde es nur der elfte Platz.
Und wer hätte wirklich ernsten Willens behauptet, Italien könnte nach 14 Jahren ESC-Abstinenz mit einem abgefahrenen Jazz-Song den zweiten Platz ergattern?

Wochenlang wurden Gesangsstimmen bewertet, Kostümfalten analysiert und Lichteffekte kritisiert. Auch ich habe fröhlich eingestimmt in das laute Wetteifern: Wer kennt mehr unnütze Fakten, wer kann sich besser in die Oststaatenmentalität hineindenken, wer sieht bei welchem Künstler am meisten Pannenpotenzial?

Und dann kommt das Event, schmeißt alle Vorhersagen über Bord und bahnt sich seine eigenen Wege – und alle Experten müssen erstaunt feststellen, dass sie doch mal wieder den kulturellen und geschmacklichen Zusammenhalt des Ostblocks unterschätzt haben. Natürlich werden sofort wieder die patzigen Stimmen laut, die zu jedem ESC ertönen: „Die“ schachern sich doch alle nur gegenseitig die Punkte zu, Sympathie geht „bei denen“ vor Musik.
Aber haben diese Kritiker schon einmal darüber nachgedacht, wie wir in Westeuropa mit dem ESC-Liedgut umgehen? Am Liebsten haben wir die Songs aus Skandinavien, den Pop aus Großbritannien und Irland, die schönen Klänge aus dem mediterranen Raum. Mit traditionellem Balkangut können wir nichts anfangen und der georgische Rock jagt uns Schauer über den Rücken.
Und genau darauf fallen die Experten jedes Mal wieder rein: Sie vergessen über ihren Geschmack die Neigung der anderen. So sagte am Finaltag auf einmal jeder mit wissender Miene einen Sieg der irischen Toupet-Torpedos Jedward voraus. Jedward waren die Lieblinge Westeuropas, bekamen letztendlich aber von den östlichen Staaten insgesamt nur 12 Punkte: Aus der Slowakei, aus Bulgarien und aus Polen. Das reicht nicht für den Sieg.

Und so kam es, dass mit Fortschreiten der Punktevergabe in dieser Nacht der Jubel der aserbaidschanischen Journalisten immer lauter wurde (wo kamen die eigentlich auf einmal alle her?) und der Song Contest schließlich mit einer putzigen Pressekonferenz der beiden verschreckten, seligen Gewinner endete. Damals, nach der ersten Pressekonferenz, schrieb ich in meinem Internetblog: „Die beiden sind so süß! Schüchtern und verlegen sitzen sie da und bedanken sich artig für jedes Lob.“
Jetzt haben sie viel Dank zu sagen. Und ein bisschen stolz bin ich schon, dass ich so ganz nah ran durfte, mich mit ihnen unterhalten konnte. Mit den Siegern einer Fernsehshow, die immerhin über 125 Millionen Menschen gesehen haben. Und so bedanke auch ich mich artig für die großartige Gelegenheit, meine persönlichen Eindrücke zu schildern und so viele Fotos und Informationen aus dem Pressezentrum in die Welt zu tragen wie ich nur konnte.

Es ist nach 2 Uhr und mittlerweile Sonntag, als ich das letzte Mal das Pressezentrum verlasse – diese Halle, in der bald wieder die Sportler Leichtathletik betreiben werden. Ich drehe mich noch einmal um und seufze wehmütig. Und dann muss ich noch irgendwie was los werden. „Danke für alles, war schön hier“, sage ich und drücke dem verdutzten Security-Mann an der Tür die Hand. Er grinst. „Jo. Fand ich auch!“

 

Thema: Eurovision Song Contest | Kommentare (0)

Eine letzte Analyse

Dienstag, 17. Mai 2011 15:50

So, das große Finale liegt hinter uns und es gab wie erwartet so einige Überraschungen. Das ist das Tolle am ESC: Es kann noch so viele absolut erfahrene Experten geben, die ihren Senf hierhin und dorthin drücken – am Ende kommt es doch immer anders.

Ich habe mal die Ergebnisse meinen Tipps gegenübergestellt und folgende Farben zur Verdeutlichung verwendet: Grün steht erstaunlicherweise für “richtig getippt”, was mir immerhin bei zwei Ländern gelungen ist. Blau bedeutet, dass ich mich bei diesem Land nur um höchstens 5 Plätze verschätzt habe (vor allem im letzten Drittel ist mir das ganz gut gelungen) – rot ist der schmachvolle Rest. Am schlimmsten habe ich mich soweit ich das sehe mit Finnland (4/21) verschätzt – und natürlich mit Italien (2/20), aber wer hätte das schon erwartet?

1. Aserbaidschan – Großbritannien
2. Italien – Irland
3. Schweden – Schweden
4. Ukraine – Finnland
5. Dänemark – Deutschland
6. Bosnien-Herzegowina – Frankreich
7. Griechenland – Moldawien
8. Irland – Russland
9. Georgien – Serbien
10. Deutschland – Ungarn
11. Großbritannien – Island
12. Moldawien – Dänemark
13. Slowenien – Aserbaidschan
14. Serbien – Österreich
15. Frankreich - Bosnien-Herzegowina
16. Russland – Ukraine
17. Rumänien – Rumänien
18. Österreich – Griechenland
19. Litauen – Schweiz
20. Island – Italien
21. Finnland – Estland
22. Ungarn – Litauen
23. Spanien – Slowenien
24. Estland – Spanien
25. Schweiz – Georgien

Thema: Eurovision Song Contest | Kommentare (0)